Die Wurzeln des Fußballsports in Oberbexbach reichen zurück bis ins Jahr 1919. Damals, unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg, gründeten sportbegeisterte junge Männer mit dem PHÖNIX OBERBEXBACH den ersten Oberbexbacher Fußballverein.

Der Verein hatte mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen und wurde in der Inflationszeit 1924 aus finanziellen Gründen abgemeldet.

Die Fußballbegeisterung war in Oberbexbach aber weiter ungebrochen und bereits zwei Jahre später war man soweit, dass man einen neuen Verein, den "Fußballverein 1926 Oberbexbach" gründen konnte.

Sofort konnte eine Mannschaft zu den Verbandsspielen gemeldet werden. Dadurch wuchs das Interesse am Fußballspielen stark an, so dass bereits 1927 drei aktive Mannschaften gemeldet werden konnten.

Einige Details aus den Protokollen der Anfangszeit erhellen die Schwierigkeiten, mit denen man zu kämpfen hatte:
  • Der Betrag von 1 Franken erschien manchen Mitgliedern zu hoch
  • Die Tore musste man selbst zimmern, wobei das Holz jedoch kostenlos zur Verfügung gestellt wurde
  • Dem katholischen Jünglingsverein kaufte man gelb-schwarze Trikots ab; das Geld dafür musste man sich leihen
  • Die Schiedsrichter wurden in einer Sitzung kurzerhand bestimmt (Otto Rech, Otto Scholler)
  • Vom Phönix Oberbexbach, der im August 1926 aufgelöst worden war, konnte man sechs Bälle und eine Luftpumpe übernehmen
Gespielt wurde auf einer Wiese in der Ortsmitte, welche die Gemeinde anlässlich eines großen Turnfestes angekauft hatte. Kurioserweise stand in einer Hälfte des Spielfeldes noch ein Strommast, der oft umspielt werden musste. Die günstige Lage des Platzes lockte viele Zuschauer an und trug damit zur Gesundung des Vereins bei. Im Januar 1929 war die Mitgliederzahl auf 149 angestiegen. In den folgenden Jahren leiteten abwechselnd

  • Richard Döllgast (1927)
  • Ludwig Lauer (1928)
  • Otto Scholler (1929 – 30)
  • Alfred Ecker (1930 – 24)
  • Hermann Hussong (1935 - 41)
den Verein.

Auch die sportlichen Erfolge blieben nicht aus. 1929 musste man als Gruppensieger der Gruppe SAAR-PFALZ in einer Dreiergruppe gegen die Gruppensieger SV Brücken und FC Ernstweiler antreten. Punktgleich mit Brücken kam es auf dem Schlossberg zu einem Entscheidungsspiel, das der FVO mit 3:1 gewann und damit in die A-Klasse aufstieg.

In der Folge behauptete man sich in der A-Klasse mit Erfolg, bis schließlich der Zweite Weltkrieg den Spielbetrieb anfangs der vierziger Jahre zum Erliegen brachte.

Kurz nach dem Krieg begannen die Fußballer – gerade aus der Gefangenschaft heimgekehrt – wieder mit ihren Spielen. Die Militärregierung hatte das Austragen von Spielrunden verboten, und so musste man sich mit einzelnen Spielen, die jeweils in Homburg genehmigt werden mussten, begnügen.

1947 schloss sich dann die Fußballabteilung im Rahmen einer vorgeschriebenen Omnisportgemeinschaft wieder zusammen. Abteilungsleiter für Fußball wurde Anton Burmann. Der FVO wurde in die Kreisklasse I eingeteilt. Auf bestem Wege, sich 1948/49 die Herbstmeisterschaft zu erkämpfen, wurde er jedoch im letzten Spiel auf heimischem Platz vom Rivalen Frankenholz durch eine 0:2 Niederlage abgefangen.

1949 durfte man als eine der ersten Mannschaften nach dem Krieg eine ausländische Mannschaft, den FC Herzogenbuchsee/Schweiz, empfangen und zu einem Gegenbesuch in die Schweiz reisen.

1950 übernahm Albert Röhlinger die Vereinsführung. Am 28.10.1951 trat man aus der Sportgemeinschaft aus und gründete den Verein neu.

Leider hielten die sportlichen Erfolge nicht an. 1952 und 1953 konnte man sich gerade noch vor dem Abstieg retten. 1954 verlor man ein Entscheidungsspiel gegen Herbitzheim mit 2:3 und stieg in die unterste Spielklasse ab. Auch als zwei Jahre später eine neue Klasseneinteilung geschaffen wurde, verpasste die Mannschaft den Anschluss und wurde in die neu geschaffene C-Klasse eingeteilt.
     
1956 übernahm Hermann Hussong den Vereinsvorsitz. Durch den neu verpflichteten Spielertrainer Horst Kohlhund wurde eine spielstarke jung Mannschaft geformt, die 1958 den Aufstieg in die B-Klasse schaffte. Auch im nächsten Jahr gab es einen Durchmarsch, indem man mit 9 Punkten Vorsprung in die A-Klasse aufstieg.

Fast wäre dieser großartigen jungen Mannschaft noch ein dritter Erfolg geglückt, doch Verletzungspech ließ den Vorsprung von sieben Punkten noch schrumpfen, so dass Altstadt mit einem Punkt Vorsprung letztlich den Aufstieg.

1959 übernahm Alfons Fuchs die Führung des Vereins, während Hermann Hussong wurde wegen seiner großen Verdienste zu Ehrenvorsitzenden ernannt. Fuchs wurde 1962 von Karl Oberkircher abgelöst, der den Verein anschließend zehn Jahre lang führte.

1963 begann der Verein mit dem Bau eines Vereinsheims. Mit einem Zuschuss der Sportplanungskommission von 30.000 DM und fast der gleichen Summe als Eigenleistung erstellte man sich in fast dreijähriger Bauzeit ein schmuckes Sportheim, das 1975 nochmals erweitert wurde.

Der Sportplatz wurde 1973 mit einer Flutlichtanlage versehen, 1975 wurde eine neue Decke aufgebracht. Beide Maßnahmen trugen wesentlich zur Verbesserung der Sportanlage bei.

Fortan spielte man mit wechselndem Erfolg 13 Jahre in der A-Klasse, geriet dann aber in ein spielerisches Tief und musste 1972 in die B-Klasse absteigen. Hier gelang es zwar viele Jahre im Vorderfeld mitzuspielen, eine Meisterschaft gelang aber nicht mehr, zumal oft die besten Spieler abwanderten. In dieser Zeit leiteten
  • Günter Reichardt (1972 – 76)
  • Paul Stolz (1976 – 82)
  • Rudi Rodrian (1982 – 86) den Verein, ehe
  • Egon Oberhuber 1986
für 10 Jahre den Vorsitz übernahm.

Nach einer Klassenneuordnung spielte der FVO dann in der Kreisliga A und kam hier Mitte der achtziger Jahre in Schwierigkeiten: 1987 konnte die Klasse nur noch durch ein mühsames 2:1 im Entscheidungsspiel gegen Union Homburg gehalten werden. 1988 schaffte man gerade noch Platz 15, doch 1989 wurde nach einem Entscheidungsspiel gegen "Neunkirchen 1975" der Abstieg in die unterste Klasse perfekt.

Unter Spielertrainer Wolfgang Gerber wurde eine Mannschaft formiert, die bereits 1991 den Wiederaufstieg in die Kreisliga A schaffte. Diesen Erfolg rundete die zweite Mannschaft ab, die ebenfalls Meister wurde.

Zunächst spielte man zwei Jahre im vorderen Feld, fiel aber bald wieder ins Mittelmaß. 1997/98 spielte eine neue Mannschaft mit Harald Nitsch von Anfang an vorne mit. Im vorletzten Spiel vergab man einen Vorsprung von drei Punkten durch eine 0:2 – Heimniederlage gegen Münchwies und wurde im letzten Spiel von Beeden noch abgefangen.

1999 hatte man vor dem letzten Spiel zu Hause gegen Niederbexbach drei Punkte Vorsprung und verlor durch ein Tor in der letzten Minute mit 2:3 Toren.

Wieder wurde ein Entscheidungsspiel fällig, diesmal gegen Wiebelskirchen. Vor einer tollen Zuschauerkulisse in Wellesweiler gewann man nach einem 0:0 in der regulären Spielzeit mit 2:1 in der Verlängerung und stand zum ersten Mal in der Bezirksliga; wo man bis zum heutigen Tag spielt.

Als Egon Oberhuber 1996 den Vereinsvorsitz niederlegte, stand der FVO vor seiner größten Herausforderung: dem Bau eines neuen modernen Sportheims. Hier sprang Alfons Dahl als erster Vorsitzender in die Bresche und stellte sich zusammen mit einem starken Team der Verantwortung.

Seit 1926 hatte der FVO auf dem Sportplatz in der Dorfmitte gespielt und viel Arbeit in diese Anlage investiert. Der Bau der Süßhübelstraße machte dann eine Auslagerung des Platzes nötig. Die Planungen sahen einen Hartplatz für den FVO und daneben eine Leichtathletikanlage vor. Angesichts knapper Kassen wurde dieser Plan 1989 gekippt. Obwohl der FVO vehement für einen eigenen Platz kämpfte – 1066 Unterschriften wurden gesammelt – wurde aus zwei Plätzen einer.

1993 wurde mit dem Bau begonnen, und am 3. Oktober 1996 konnte die neue Anlage an FVO und TVO übergeben werden.
 
Um auch weiter insbesondere im Jugendbereich attraktiv zu bleiben, wuchs Mitte der 2000er Jahre immer mehr der Wunsch nach einem Naturrasenplatz.
 
Unter der Koordination von Thomas Oberkircher wurde dieser im Sommer 2009 fertiggestellt und vom 17. bis 19. Juli mit einem Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken eingeweiht.
 
Dass die Mannschaft gut auf dem neuen Rasen zurechtkommt, zeigte sich mit dem Gewinn der Meisterschaft in der Bezirksliga Neunkirchen in der Saison 2011 / 2012 unter Coach Frank Kiefer.
 
Zurzeit spielt die erste Mannschaft in der Landesliga Ost, in welcher zur Saison 2020 / 2021 eine Spielgemeinschaft mit dem VFR Frankenholz eingegangen wurde.

 

 Die Vorsitzenden des FV Oberbexbach bis ins Jahr 2020